Der Akademische Senat und seine Ausschüsse

In der letzten Senatssitzung ging es wieder um das übliche Tagesgeschäft. Eine Sache allerdings empfand ich als sehr ärgerlich. Der Senat kann Ausschüsse einsetzen, die dann die Details der Beschlüsse vorbereiten (der Bundestag hat in dieser Legislatur zum Beispiel 23 solcher Ausschüsse). Einer unserer Ausschüsse beschäftigt sich mit Prüfungsordnungen neu einzurichtender Studiengänge und soll dazu dienen, Probleme im Vorfeld auszuräumen –  denn im Senat selbst kann eine Prüfungsordnung nicht verändert, sondern nur angenommen oder abgelehnt werden.

Die studentischen Vertreter weigern sich seit Beginn der Legislatur, Vertreter in diesen Ausschuss zu senden. Damit ist dieser aber nicht arbeitsfähig.

Das merkt man immer dann, wenn Prüfungsordnungen in die Senatssitzungen gelangen. Dann fangen genau die studentischen Vertreter, die ihre Hausaufgaben nicht gemacht haben, an, über alle möglichen Details der Prüfungsordnung zu diskutieren. Und das ist ärgerlich, weil es eine reine Ressourcenverschwendung darstellt: An der Stelle, an der man Studentinnen braucht, sind sie nicht da. Und dort, wo nur noch Ja oder Nein gesagt werden kann, gibt es dann lange und verfehlte Debatten.

Weder wir noch das Präsidium haben bisher eine überzeugende Begründung für dieses merkwürdige Verhalten bekommen.

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